Die Geschichte der Streuobstwiese

Der Bund der St. Sebastianus Schützenjugend, Bezirk Büren, hat im Jahre 1996 damit begonnen eine grosse Pflanzaktion heimischer Obstbäume auf den "Hungerkämpe" durchzuführen.
Die Bäume sind von einer Hecke eingerahmt.
Die Fläche von ca. 2,00 ha wurde für diese Zwecke von der Stadt Lichtenau zur Verfügung gestellt.
Es war eine grosse Idee, was in einem Gespräch zwischen Schützenoberst Bruno Wiemers und dem Diözesanreferenten Gerd Schlüter entstanden ist, die Schützenjugend in den Prozess des Umweltschutzes einzubeziehen. Unter dem damaligen Bezirksjungschützenmeister Anton Ernst mit seinem Bezirksvorstand wurde diese Idee aufgenommen.
Mit Unterstützung und Mitwirkung der Stadt Lichtenau (Hubert Diermann) und Ortsvorsteher Hans Bernd Janzen, konnte nach Festlegung der Fläche mit der Realisierung begonnen werden. Anlässlich einer erweiterten Bezirks-Jungschützen-Vorstandssitzung, die unter der Leitung von Anton Ernst in Gehrden stattfand, wurde erstmals eine mögliche Konzeption einer Streuobstwiese vorgestellt und erörtert. Ziel sollte es sein, dass sich junge Menschen mit einem Naturlehrpfad identifizieren. Sie sollten sich für diesen Naturlehrpfad verantwortlich fühlen, weil sie diesen auch so gestaltet haben.
Ein Beitrag zum aktiven Natur- und Umweltschutz soll damit erreicht werden.
Als Begründung wurde u.a. angeführt:
Die Streuobstwiese Husen liegt im Naturpark Eggegebirge / Südlicher Teutoburger Wald.

Der Obsthochstamm ist als Beitrag zur Kulturlandschaft wieder gefragt. Er wirkt verstärkt als raumbildendes Element. Obstbäume vereinen Zierde mit Nutzen und entsprechen damit dem Grundsatz altbewährter Gartenkultur. Es hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass Streuobstbäume nicht nur wichtige Gestaltungselemente der Landschaft sind, sondern auch ökologisch bedeutungsvolle Funktionen erfüllen. Obstbäume in der Landschaft sind auf Grund ihrer extensiven Nutzung Lebensraum für eine grosse Zahl von Tier- und Pflanzenarten. Es ist eine bekannte Tatsache, dass auf einem nicht chemisch behandelten, älteren Obstbaum bis zu 20.000 Insekten, einschließlich Spinnen, leben. Insbesondere für die Bienen bieten die Obstbäume wertvolle Nahrungsgrundlagen, die für die Produktion von Honig von herausragender Bedeutung sind.

In nachfolgenden Sitzungen des Bezirks-Jungschützenrates wurde intensiv für die Idee eines Naturlehrpfades geworben. Hinsichtlich des möglichen Ortes, der Gestaltung, aber auch der Unterstützung und Förderung ideeller wie finanzieller Art wurden wiederholt Gespräche geführt. Alle Beteiligten zeigten sich spontan bereit, diese Ideen auch umzusetzen. Namentlich der amtierende Bezirksjungschützenmeister Jörg Waltemate und deren Stellvertreter. Der stellvertretende Bez.-Jungschützenmeister Manfred Meier übernahm mit Schützenoberst Bruno Wiemers die Verantwortung für die Verwirklichung dieses Projektes. In kleiner Runde, die in bestimmten Abständen in den Geschäftsräumen der Forstbetriebsstelle stattfanden, wurden die einzelnen Schritte der Umsetzung besprochen, die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Dank der großartigen finanziellen Förderung aus Mitteln des Landesjugendplanes wurde die Vollendung, des im Jahr 1996 begonnenen Projektes, schneller als erwartet, Wirklichkeit.
Hinweisschilder und eine Schutzhütte sollen nun entstehen, um die bestehende Streuobstwiese in das rechte Licht zu stellen und den interessierten Personenkreis näher zu bringen.

Die ersten Arbeitseinsätze fanden im Dezember 1999 statt und erstreckten sich über den Sommer 2001 hinaus.
Insgesamt fanden 44 Arbeitseinsätze statt, ca. 150 Jungschützen leisteten über 1300 ehrenamtliche Stunden. Nicht zu vergessen die tatkräftige und auch ideelle Unterstützung, Beratung und Begleitung von Fachkräften aus dem Handwerk. (Fa. Frank Temme, Ehrenmajor Johannes Heusipp)

Allen, die daran mitgewirkt haben, dass diese Streuobstwiese mit den informativen Hinweistafeln Wirklichkeit wurde, gebührt ein herzliches "Vergelt's Gott". Dank aber auch allen, die am Bau des Informationszentrums beteiligt waren. Möge diese "Hütte" zu einem Begegnungszentrum von jung und alt, aber auch für alle Wander- und Naturfreunde werden.

Helft mit, dass diese, von den Jungschützen des Bezirks Büren gestaltete Anlage in ihrer vorbildlichen Art und Weise noch sehr lange erhalten bleibt.
 
 
Dieser Text stammt von einer Informationstafel auf der Streuobstwiese, die zur Einweihung aufgestellt wurde.